Automatikuhren
Automatikuhren - Feinmechanik aus Meisterhand
Ein halbkreisförmiger, kugelgelagerter Rotor treibt auf Grund seiner Masseträgheitk unter Ausnutzung von Schwer - und Fliehkraft, angeregt
durch bidirektionale Bewegungen des Uhrengehäuses, einen Aufziehmechanismus an, der seinerseits eine Stahlfeder spannt.
Die Spannung der Feder wird dabei von der Bridge, einer Art Rutschkupplung, beschränkt, um einerseits eine Überspannung der Feder zu
vermeiden, andererseits eine fortwährend einheitliche Federspannung zu gewährleisten.
So nüchtern lässt sich die Funktionsweise einer Automatikuhr, unter der man auch heute noch eine mechanische Armbanduhr versteht, beschreiben.
Tatsächlich stellt die Automatikuhr aber die hohe Kunst der Uhrenfeinmechanik dar, und dient nicht nur zur Bequemlichkeit des Trägers, sondern
erreicht auch höchste Ganggenauigkeit, da durch die gleichmäßig gespannte Antriebsfeder, ein gleichmäßigerer Lauf resultiert.
Unwillkürlich muss man von der Rolex Oyster Perpetual träumen, wenn man über funktionierende, hochwertige Automatikuhren
redet, obwohl eigentlich die französische Firma Leroy schon 1922 die erste Armbanduhr mit Automatikwerk , damals noch mit Pendelschwungmasse,
hergestellt hat, und Rolex erst 1931 folgte. In den 50er Jahren kamen dann die deutschen Hersteller Durowe, Junghans und natürlich Bifora-Uhren,
mit ihren ersten Automatikuhren auf den Markt.
Eine neue Variante der Automatikuhr bilden die Autoquartz-Uhrwerke. Sie vereinigen die Vorteile aus Automatikuhr und
Quartzuhr, indem sie die Rotormechanik der Automatikuhr nutzen, um einen miniaturisierten Generator anzutreiben, der seinerseits einen
Akkumulator, oder einen Kondensator, mit dem elektrischem Strom versorgt, der für das Quartzwerk benötigt wird. In der feinsten und teuersten
Variante wird zwischen Rotormechanik und Generator ein Federwerk zwischengeschaltet, das sogar zusätzlichen Handaufzug ermöglicht.
Vorteile dieser Bauart sind der höhere Wirkungsgrad und die erhöhte Standfestigkeit des Generators.
Man darf gespannt sein, welche technische Innovation, und welcher meisterhafte Uhrenhersteller, diese beiden Chronometer, die Seiko Kinetic
und die ETA Autoquartz, auf die Plätze verweisen wird.
Aber wie auch immer die Meisterschaften der Uhrenbauer weitergedeien, die Preise für derlei Pretiosen sind es schon lange - grenzenlos.
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